Trauma und Folgen
Ein Trauma ist ein Geschehen, das von außen auf den Menschen einwirkt und bei dem bisherige Bewältigungsstrategien, hauptsächlich Flucht oder Kampf, versagen. Zumeist ist dies verbunden mit dem Gefühl von Ohnmacht, Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein. Alle Gefühle werden dabei abgeschaltet, es stellt sich ein Zustand des Eingefrorenseins ein, oft verbunden mit dem Gefühl, neben sich zu stehen oder als würde es gar nicht passieren, als wäre es ein Film. Der Körper ist wie betäubt, empfindungslos. Dies sind alles Reaktionen, die allein dem Überleben während und nach einem Trauma dienen, ebenso wie die sich oft später einstellenden Symptome. Einige Menschen berichteten später, „ich saß auf dem Schrank und schaute zu“ oder „es war wie im Kino“ oder auch „ich war überhaupt nicht die, der das passierte, es geschah jemand anderem“. Man unterscheidet dabei
zwischen man-made (von Menschen gemachte) und non-man-made (nicht von Menschen
gemachte) Trauma
ta. Die Auswirkungen sind um
so katastrophaler je früher, bezogen auf das Lebensalter, die 2. Trauma: Folgen von Trauma tisierungen Die Auswirkungen von Trauma ta können sich auf allen Ebenen beim Menschen niederschlagen, teilweise in sehr unterschiedlicher Art. Eine Rolle spielt, welche Form von Gewalt vorgeherrscht hat, welches Geschlecht das Opfer hat, ob Verletzungen und Drohungen stattfanden. Oft werden Kinder nach einem Trauma zur Geheimhaltung gezwungen und in den Familien selber besteht keine Möglichkeit für das Kind, sich jemandem anzuvertrauen oder die angesprochenen Personen in der Familie wollen es nicht wahrhaben, was geschah. Zudem berichten Jungen weniger darüber, da sie ein Bild vermittelt bekommen haben, „Männer sind hart“. Sie haben Ängste vor der Zuschreibung, dass sie homosexuell sein könnten. Kinder reagieren dann oft mit Bettnässen, auffälligem Verhalten, Selbstverletzungen, Aggressionen gegen sich und andere, chronischem Weglaufen, wiederholten Selbstmordversuchen. Sie ziehen sich vermehrt in eine innere Phantasiewelt zurück, um weiterleben zu können. Die Folgen nach einem Trauma sind verheerend und katastrophal auf allen Ebenen. Die Strategien, Symptome, Verhaltensweisen, die nach einem Trauma entwickelt und angewendet werden, dienen allein dem Überleben. Nicht bei allen Menschen, die ein Trauma erlitten haben, stellen sich die unten aufgeführten Beschwerden ein. Mögliche Folgen nach einem Trauma können sein:
·
seelisch
·
körperlich
·
geistig
·
Beziehungen/Verhalten
·
hormonell/neuroanatomisch
3.
Trauma: Daraus resultierende Krankheitsbilder
4. Trauma: Besonders gefährdete
Berufsgruppen
5. Trauma: Therapie
1.
Stabilisierungsphase In der Stabilisierungsphase, die die meiste Zeit der Therapie beansprucht, steht die Reduktion des inneren Stresses im Vordergrund, d. h. das Erlernen von stabilisierenden Übungen, die Reorientierung im Hier und Jetzt, das Erlernen von besseren Bewältigungsstrategien im Alltag, das Erkennen von Triggern (Außenreize, die innere Bilder, Filme und Gedanken auslösen), das Erlernen von Selbstberuhigungstechniken, das Erlernen von Techniken zur Reduktion von plötzlich auftretenden inneren Bildern und Filmen (Flash backs/Intrusionen), der Zugang zum Körpererleben und die Besserung des Körpergefühls. Der Behandlungsansatz ist ganzheitlich und ressourcenorientiert. Der Therapieverlauf ist transparent, d. h. die einzelnen Behandlungsangebote und die einzelnen Schritte werden mit den PatientInnen besprochen und geplant. Die Symptome werden als sinnvoll und hilfreich anerkannt und dem Überleben dienend nach einem Trauma und es werden Informationen über die Folgen von Trauma tisierungen der jeweiligen Diagnose vermittelt. Unser spezielles therapeutisches Angebot besteht in einer Kombination von Einzel- und Gruppentherapie, wobei die Gruppentherapien themenzentriert sind und nicht in die Vergangenheit gerichtet sind. Begleitet werden die Behandlungen durch balneo-physikalische Anwendungen sowie Angebote aus der Krankengymnastik und sportliche Aktivitäten (Badminton, Boxen, Bogenschießen, Bewegungsmeditation etc.). Zur Bearbeitung der Trauma ta stehen uns unterschiedliche therapeutische Verfahren zur Verfügung wie EMDR, TRIMB, EMI, Screen-Technik. Die Bearbeitung von Trauma ta erfolgt erst dann, wenn eine ausreichende Stabilisierung in allen Bereichen erreicht ist und dies von Patienten auch gewünscht wird.
M. Kraft, Dipl.-Psych.
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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